Unabhängiges Nachschlagewerk zum gemeinsamen Alltag und zum Einrichten der Wohnung. Wir beraten nicht in Familien- oder Rechtsfragen, verkaufen keine Waren und stehen in keiner Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain.

Anleitungen

Anleitungen

Die meisten Streitigkeiten im Alltag entstehen nicht wegen der Aufgabe selbst, sondern weil vorher nichts darüber vereinbart wurde. Die eine Person dachte, den Müll bringt hinaus, wer gerade vorbeigeht, die andere hielt das längst für die feste Aufgabe von jemandem. Unten finden Sie drei Situationen in Schritten: Hausarbeit verteilen, Sachen beim Umzug zusammenführen und eine Wandfarbe auswählen. Die Schritte sind allgemein gehalten, passen Sie sie also an Ihr Zuhause und Ihren Lebensrhythmus an.

Eine Absprache auf Papier streitet leiser für Sie als das Gedächtnis.

— Zum Merken

So ist dieser Bereich aufgebaut: Wir beschreiben Abläufe allgemein, ohne Marken und Preise. Arbeiten an Elektrik, Gas und tragenden Bauteilen gehören nicht dazu – sie werden von Fachleuten ausgeführt.

Wie Sie Hausarbeit ohne Streit aufteilen

  1. Erstellen Sie eine vollständige Liste

    Schreiben Sie alle regelmäßigen Aufgaben auf, auch die unauffälligen: Einkäufe, Termine mit Handwerkern, Rechnungen bezahlen, Bettwäsche wechseln, Pflanzen pflegen.

  2. Markieren Sie Können und Vorlieben

    Jeder vermerkt ehrlich, was er kann, was er gern macht und was ihm schwerfällt. Hausarbeit teilt sich nicht in „Männersache“ und „Frauensache“ – sie wird nach Können, Lust und Zeit verteilt.

  3. Berücksichtigen Sie die Zeitpläne

    Wer tagsüber öfter zu Hause ist, kann Lieferungen und Handwerker in Empfang nehmen, wer am Wochenende frei hat, übernimmt größere Aufgaben. Wichtig ist, dass beide das Ergebnis als fair empfinden.

  4. Legen Sie fest, was gemeinsam oder abwechselnd geschieht

    Aufgaben, die niemand mag, erledigen Sie leichter abwechselnd oder zu zweit. Ein Großputz mit vier Händen ist schneller vorbei und endet seltener in Vorwürfen.

  5. Machen Sie die Liste sichtbar

    Hängen Sie sie an den Kühlschrank oder legen Sie eine gemeinsame Notiz im Telefon an. Abgehakte Punkte beantworten die Frage, wer was wann erledigt hat.

  6. Vereinbaren Sie eine Überprüfung

    Legen Sie fest, wann Sie die Aufteilung wieder ansehen: bei einem Jobwechsel, einer Krankheit, einem Umzug oder wenn jemand eine Schieflage spürt.

Wie Sie beim Umzug Ihre Sachen zusammenführen

  1. Sortieren Sie vor dem Umzug aus

    Jeder wählt vorab aus, was nicht mit in die neue Wohnung kommt: alte Kleidung, überzähliges Geschirr, Dinge, die nur „für alle Fälle“ herumlagen. Trennen Sie sich nur von Ihren eigenen Sachen und heben Sie Strittiges für ein gemeinsames Gespräch auf.

  2. Finden Sie Doppeltes

    Zwei Bügeleisen, zwei Wäscheständer, zwei Topfsets – entscheiden Sie gemeinsam, was bleibt, nach Zustand und Nutzen und nicht danach, wem es gehörte.

  3. Beschriften Sie die Kartons

    Vermerken Sie auf jedem Karton das Zimmer und die Besitzerin oder den Besitzer oder „gemeinsam“. Dann muss beim Auspacken niemand seine Sachen in fremden Kartons suchen.

  4. Beginnen Sie mit dem Nötigsten

    Packen Sie zuerst Bett, Bettwäsche, Hygieneartikel, Hausapotheke, Ladegeräte und Grundgeschirr aus. Alles andere kann warten.

  5. Vereinbaren Sie einen eigenen Platz

    Jeder sollte ein eigenes Fach, eine Schublade oder eine Ecke haben, in die die andere Person nichts ungefragt legt. Das erspart viele kleine Kränkungen.

  6. Kaufen Sie nicht überstürzt

    Leben Sie einige Wochen in der neuen Wohnung, bevor Sie Möbel nachkaufen: Dann zeigt sich, was Ihnen beiden wirklich fehlt.

Wie Sie gemeinsam anhand von Mustern die Wandfarbe wählen

  1. Besprechen Sie die Stimmung des Raums

    Einigen Sie sich zuerst nicht auf eine Farbe, sondern darauf, wie das Zimmer wirken soll: ruhig, hell, warm oder sachlich. Damit lassen sich Varianten leichter auswählen.

  2. Wählen Sie einige Farbtöne aus

    Jeder schlägt ein paar Töne vor, die ihm gefallen. Was einem von Ihnen gar nicht zusagt, legen Sie sofort beiseite.

  3. Machen Sie Proben an der Wand

    Streichen Sie kleine Flächen an verschiedenen Wänden oder große Kartonbögen, die Sie umhertragen können. An der Wand wirkt Farbe anders als auf einem winzigen Muster.

  4. Prüfen Sie bei unterschiedlichem Licht

    Betrachten Sie die Proben morgens, mittags und abends, bei Tageslicht und bei eingeschalteten Lampen. Ein Ton, der tagsüber gefällt, kann abends düster wirken.

  5. Entscheiden Sie gemeinsam und notieren Sie es

    Wählen Sie die Variante, mit der beide zufrieden sind, nicht die, auf der eine Person bestanden hat. Notieren Sie den Namen des Farbtons auf dem Deckel des Eimers oder in der gemeinsamen Mappe, um die Wand später im selben Ton ausbessern zu können.

  • Werkzeuge

    Gemeinsame Aufgabenliste, Kalender für zwei, ein Grundwerkzeugkasten, beschriftete Kisten und eine Mappe mit Anleitungen.

  • Planung

    Renovieren zu zweit: Wunschliste, Reihenfolge der Arbeiten, eine Ansprechperson für Handwerker, Etappen und Abnahme, Reserve im Budget.

  • Pflege

    Pflege von Wohnung und Dingen nach Jahreszeiten: Kleiderwechsel, Textilien, Tapeten, Böden und Schuhe – und wer wofür zuständig ist.

Worauf wir uns stützen

  • Anleitungen und Etiketten der Hersteller von Kleidung, Möbeln und Geräten
  • Redaktionelle Beiträge des Nachschlagewerks Femina Maskulina

Die Hinweise von Femina Maskulina sind allgemein gehalten und stützen sich auf Etiketten und Anleitungen der Hersteller von Kleidung, Möbeln und Geräten sowie auf allgemein anerkannte Sicherheitsregeln im Haushalt. Wie ein Kleidungsstück gewaschen und womit eine Oberfläche gereinigt wird, prüfen Sie auf dem Etikett oder der Kennzeichnung; zu Umbauten fragen Sie bei der Hausverwaltung nach, Elektroarbeiten überlassen Sie einer Elektrofachkraft und alles rund ums Gas einem Gasfachbetrieb.